Politik und Literatur

 

In diesen von politischen und gesellschaftlichen Herausforderungen geprägten Zeiten ist es die Aufgabe von uns allen, für die Werte einer freien, demokratischen Gesellschaft einzustehen. Was es dazu braucht, ist die Bereitschaft zum respektvollen Diskurs und gegenseitigen Zuhören.

— Peter Kraus vom Cleff, Hauptgeschäftsführer des Börsenvereins

Des Feuers Geist

Lesetheater zum Gedenken an die Bücherverbrennung 1933 und zur Woche der Meinungsfreiheit
vom 3. bis 10. Mai 2026.

Mit Pathos, Pomp und maximaler Propaganda wurden 1933 in zahlreichen deutschen Städten Bücher und
politische Schriften öffentlich verbrannt, der deutsche (Un-)Geist medienwirksam inszeniert.

Wer organisierte und lenkte diese bildwirksamen Ereignisse?
Warum haben brennende Bücher eine so eindringliche Wirkung?
Wieso stehen Feuer und Buch und dessen brennender Geist in so spannungsvollen Reizen?

In der szenischen Lesung setzen sich die Schauspieler Marjam Azemoun und Frank Sommer mit Idee, Tradition und Wirkungskraft von Bücherverbrennungen auseinander. Den Zeitzeugen Erich Kästner und Egon Erwin Kisch geben sie ihre Stimme. Sie präsentieren eindringliche Texte von Journalisten wie Can Dündar und einen
Videoaufruf der Friedensnobelpreisträgerin Narges Mohammadi.

Sie weisen auf, wie heute weltweit Schriftsteller:innen und Journalist:innen mit vergleichbaren Mitteln und
Methoden verfolgt und unterdrückt werden.

Sie analysieren und kommentieren: Wo Bücher brennen, naht Diktatur.

Sie appellieren #niewiederistjetzt

Eine Veranstaltung für bis zu 250 Besucher:innen auf großer Bühne oder im Bibliotheksraum,
Dauer rund 75 Minuten.

Bei den Kulturtagen am 09. November 2023 waren Marjam Azemoun und Frank Sommer mit ihrem Lesetheater "Des Feuers Geist" zu Gast in der Steinhagener Bibliothek.
Klicken Sie hier um den Artikel im Westfalen-Blatt zu lesen.

 

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Frauen.Leben.Politik

Sie kämpften für Rechtegleichheit und Freiheit und um ihre politischen und gesellschaftlichen Überzeugungen. Sie definieren politische Ziele, sind Vordenkerinnen und Vorbilder. Es geht um Frauenrechtlerinnen der ersten Stunde, politische Querdenkerinnen wie Rosa Luxemburg, Widerstandskämpferinnen wie Sophie Scholl,
Philosophinnen wie Simone de Beauvoir oder Hannah Arendt.

„Wenn wir uns den Menschenrechten zuwenden, dann kommen wir gar nicht daran vorbei, uns vor allem die Frauenrechte anzuschauen“, sagt Marjam Azemoun. Die Autorin, Schauspielerin und Regisseurin aus Berlin widmet sich in ihrer kabarettistischen Lesung „Frauen.Leben.Politik“ Frauen im 20. Jahrhundert.

Das 20. Jahrhundert wird von starken Frauen in der Politik geprägt. Sie kämpfen für Rechtegleichheit und
Freiheit und um ihre politischen und gesellschaftlichen Überzeugungen. Sie definieren politische Ziele. Sie sind Vordenkerinnen und Vorbilder. Sie werden bejubelt, bespitzelt, bekämpft und verfolgt. Sie prägen den politischen Diskurs des 20. Jahrhunderts bis in unsere Zeit.

Frauenrechtlerinnen der ersten Stunde, politische Querdenkerinnen wie Rosa Luxemburg,
Wiederstandskämpferinnen wie Sophie Scholl, die Frauen der Grundgesetzgebung nach der Stunde Null,
Philosophinnen wie Simone de Beauvoir oder Hannah Arendt, extremistische Frauen wie Ulrike Meinhof,
Politikerinnen wie Rita Süssmuth, Claudia Roth, Gesine Schwan.

Geschichtliches, Gesellschaftliches, Literarisches und Politisches präsentiert Marjam Azemoun in Lesung,
Vortrag und mit szenischen Mitteln.

KulturVision berichtet online über Marjam Azemoun und ihre kabarettistische Lesung. Klicken Sie hier, um den Artikel zu lesen.

 

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Ausgrenzen-Entrechten-Vernichten

Die Veranstaltung erinnert an den Jahrestag der Befreiung des KZ Auschwitz am 27. Januar 1945, ist aber auch ganzjährig als politische Aussage zum Holocaust einsetzbar.

Was bedeuten die Ausgrenzung und Entrechtung und die anschließende Vernichtung der europäischen Juden und Andersdenkender im Dritten Reich für die Bürgergesellschaft heutzutage?

Können wir uns jetzt noch zurücklehnen und die Ereignisse der damaligen Zeit ablegen in eine
Erinnerungskultur?

Oder rütteln uns die Flammen der politischen Brandstifter auf?

Autokratische Herrschaftssysteme sind auf dem Vormarsch in der gesamten Welt – frei gewählt!

Ziehen wir Rückschlüsse und Parallelen? Können wir die Mechanismen erkennen? Am Beispiel Nazi-Deutschlands wird deutlich, wie das politische System der Ausgrenzung und Entrechtung einem festen Prinzip folgt und schlussendlich zur Vernichtung von Bevölkerungsgruppen und Andersdenkender führt.

In ihrem politischen Lesetheater bringen die Schauspieler Marjam Azemoun und Frank Sommer
Zeitzeugenberichte, historische Dokumente, Foto- und Videomaterial, aktuelle Schriften und Stellungnahmen aus Politik und Gesellschaft zusammen.

Ein leidenschaftliches Plädoyer für Demokratie und eine offene Gesellschaft.

Sie appellieren mit Erich Kästner: „Keiner weiß, ob er aus dem Stoffe gemacht ist, aus dem der entscheidende Augenblick Helden formt. Kein Volk und keine Elite darf die Hände in den Schoß legen und darauf hoffen, dass im Ernstfall, im ernstesten Falle, genügend Helden zur Stelle sein werden.“

Die Veranstaltung dauert 90 Minuten. Sie richtet sich an ein Publikum von 16 bis 106 Jahre, und ist auch für
interessierte Schulklassen geeignet.

 

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Ausstattung, Technik, Ablauf

Dauer eines Programms von 75 bis 120 Minuten, mit Pause
Spielfläche ca. 3 x 3 Meter in der Bibliothek oder im Veranstaltungssaal, auch ohne Bühne möglich, ggf. auf Podest

Mikro und Tontechnik in großen Sälen und ab 80 Zuschauern

Beleuchtung

Tisch, Stuhl, Lesesessel, ggf. Redepult
Checkliste mit Technik und Ausstattung erhalten Sie bei Ihrer Buchung.

Preise ab € 625,-
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